Etwas über mich


Ich bin eine reife, unkonventionelle Geschäftsfrau, mit eigener Firma, die viele Facetten hat.

Meine Firmendinge kann ich gut auf Xing leben, auch wenn es dazu hier auch eine Rubrik gibt, dann besitze ich noch einen Audio-Blog, aber nirgends habe ich die Möglichkeit einfach zu jedem Thema zu schreiben, was mir in den Sinn kommt.

Dafür habe ich nun diesen Blog angelegt.


Meine ICQ-Nummer:
436 511 09

Ich will, was ich bestelle!

Wieso ist es so schwierig, einfach zu bekommen, was man verlangt?

Ich mag nicht alle Lebensmittel und vertrage viele auch nicht, dazu kommt, ich mag es, wenn Dinge nach sich schmecken.

Das bedeutet, man muss Fleisch, Fisch, Gemüse und Anderes nicht mit Saucen und Dips zu kleistern, oder Käse darüber schütten.

Zum ersten Mal fiel es mir zu Beginn der neunziger Jahre in Berlin auf, ich war am festinstallierten Imbiss am Clou-Einkaufszentrum am Kurt-Schuhmacher-Platz in Berlin mit meinem damaligen Lebensgefährten schnell etwas essen. Auf der Tafel stand, Cevapcici, Krautsalat und Pommes Frites, klingt für mich traumhaft, weil es eben saucenfrei ist. Wir sind die einzigen Kunden am Stand, ich sehe, wie sie irgendeinen Topf öffnet und mit großer Kelle eine rote Sauce mit Stücken schöpft. Ich sage: “Bitte ohne Sauce”, die Frau dreht sich zu mir und antwortet: “Das ist hausgemachte Zigeunersauce, die gibt es umsonst!” und kippt es quer über das Essen. Sie hat weder verstanden, warum ich das so nicht essen wollte, geschweige denn, warum ich es auch nicht bezahlen wollte, mir das Ganze nochmal ohne die Sauce zu machen, lehnte sie ab. Auch mein Hinweis, dass die Sauce auf der Tafel nicht stand, weil ich sie sonst abbestellt hätte, drang zu ihr nicht durch.

Mitte der Neunziger kam ich nach Schwaben, da mein damaliger Lebensgefährte und ich viel arbeiteten, bestellten wir regelmäßig beim Lieferdienst in Obertürkheim und ließen da gewiss über 100 Euro im Monat. Irgendwann machte ich den Fehler und bestellte Nudeln mit Meeresfrüchten in Sahnesauce. Das Essen kam, ich zog die Alufolie ab und fiel fast nach hinten um, es roch dermaßen übel nach Parmesan, dass es unglaublich war. Ich sah es mir trotzdem an, auf dem Essen waren ca. 3-4 gehäufte Esslöffel quer verteilt. Für mich absolut widerlich und nicht essbar, hätte ich Käse im Essen bestellt, hätte ich welchen bestellt. Ich rief bei dem Lieferservice an und versuchte mit denen zu klären, dass das nicht SO bestellt wurde und damit als Gutschrift für zukünftige Bestellungen gerechnet werden sollte. Antwort der Dame am Telefon: “Dann hätten Sie sagen müssen, dass sie keinen Parmesan wollen.” Ich daraufhin: “Woher hätte ich wissen sollen, dass dort welcher drauf ist, der steht nicht auf der Karte.” Sie dann weiter:” Das ist reine Freundlichkeit von unserem Chef, das gibt er gratis dazu.” Ich habe sogar versucht drauf hinzuweisen, dass sogar bei den Pizzen der Käse extra erwähnt wird. Aussichtlos, selbst der Chef, den ich mir dann geben ließ, blieb dabei, ich hätte den Parmesan, von dem ich nichts wusste, weil er nicht auf der Karte stand, abbestellen müssen. So vergrault man Stammkunden!

Über die Jahre habe ich etliche solcher Situationen erlebt und als zweite Variante auch die, bei denen man etxra was abbestellt, was dann trotzdem im Essen ist. Und zu 95%-99% absolutes Nichtverstehen, Servicewüste Deutschland.

Das sind zwei Beispiele, aber ehrlich ich habe das vom edelsten Restaurant bis zum Imbiss erlebt, wie wäre es, mit Kunden und Gästen zu kommunizieren?

Heute sollte es ein Fischfilet natur gebraten mit Gemüse und einem Baguette von Seybold “Kleine Auster” in Ludwigsburg zum mitnehmen sein, bei dem Backfisch steht Remoulade dabei, bei dem naturgebratenen Fisch nicht, und auch hier hätte man die Remoulade erahnen müssen, die einfach mal so draufgeklatscht wurde. Auf die Beschwerde meines Mannes kam dann hier ein Essen an, bei dem die Remoulade zum Großteil heruntergekratzt war, das statt Reis/Kartoffeln bestellte Baguette wurde vor Schreck gleich ganz vergessen.

Ist es wirklich so schwer, sich die Wünsche des Kunden zu merken, bzw. nachzufragen, bevor man einfach aus Freundlichkeit etwas aufs Essen tut, wovon man gar nicht weiß, ob der Kunde es mag?

Ehrlich, wie wäre es, Gäste und Kunden nicht für Hausschweine zu halten, die eh alles essen, was man ihnen vorsetzt?





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