Etwas über mich


Ich bin eine reife, unkonventionelle Geschäftsfrau, mit eigener Firma, die viele Facetten hat.

Meine Firmendinge kann ich gut auf Xing leben, auch wenn es dazu hier auch eine Rubrik gibt, dann besitze ich noch einen Audio-Blog, aber nirgends habe ich die Möglichkeit einfach zu jedem Thema zu schreiben, was mir in den Sinn kommt.

Dafür habe ich nun diesen Blog angelegt.


Meine ICQ-Nummer:
436 511 09

Große Veränderungen

Hallo meine Lieben,

die die mit mir in irgendeiner Form näher zu tun haben, wissen, dass mich seit einer ganzen Weile etwas bewegt, worüber ich bisher mit den Wenigsten gesprochen habe.

Ich denke, es ist nun Zeit für den nächsten Schritt.

Ich nutze diesen Weg nicht, um schmutzige Wäsche vor großem Publikum zu waschen, sondern einfach, weil er mir die Möglichkeit gibt, darüber zu sprechen und zu erklären, ohne es immer wieder tun zu müssen.

Wie Einige von Euch wissen, war das letzte Jahr ein gesundheitlich sehr durchwachsen für mich, es fing mit einer ungeplanten OP an und endete mit einer aktivierten Coxarthrose, sprich einem Hüftschaden.

Trotz gesundheitlicher Beschwerden geht es mir zumindest mental dieses Jahr besser und an sich war ich guten Mutes, dass nun alles besser wird.

Zumindest ist nun alles anders.

Mein Mann hat mir am 20.02.2013 mitgeteilt, dass er sich ein paar Wochen zuvor in eine andere Frau verliebt hat und dass er die eheliche Beziehung im Sinne von Zweisamkeit nicht weiter fortsetzen will.

So lief es dann ein paar Wochen.

Ende März, nach Gefühlschaos beiderseits haben wir Beide beschlossen, es noch einmal miteinander zu versuchen, weil unsere Beziehung es verdient hatte, gerettet zu werden.

Es gab viele Aussprachen, Annäherungsversuche, guten Willen von beiden Seiten. Doch wir sind Samstag zu dem Ergebnis gekommen, dass unsere Beziehung, in dem Teilbereich Liebe und Zweisamkeit nicht mehr funktionieren kann. Der Druck, Harmonie wieder herstellen zu wollen ist zu groß. Ständig kommt man an Stellen, wo alles verkrampft, wo jede Kleinigkeit zur Grundsatzfrage wird. Dazu kam auch noch Misstrauen meinerseits. Glücklich wird so wohl keiner von uns.

Ich erzähle Euch das nicht, um ihn schlecht zu machen oder Euch gegen ihn aufzubringen, sondern weil ich Euch gerade erkläre, dass meine/unsere Beziehung in der bisherigen Form zu Ende ist.

Ehrlich gesagt hatte ich überlegt, seine Gründe (das Kennenlernen einer Anderen) nicht zu erwähnen und einfach so zu schreiben, wir haben uns getrennt. Aber die dadurch entstehende Frage nach dem “Warum” könnte ich schlicht nicht ohne die Gründe beantworten.

Und natürlich haben wir auch überlegt, es weiter niemandem zu erzählen. Aber das würde eh nicht funktionieren. So würde es am Ende nur so aussehen, als würde Tobias mich betrügen und es würde auch für unsere Bekannten und Freunde alles komplizierter machen, wenn ihn jemand mit seiner Freundin sieht.
Ende Februar hätte ich geschrieben: “Ich habe mir diese Trennung nicht gewünscht, aber mir bleibt nichts anderes übrig, als damit zu leben.” Doch auch ich habe in den letzten Wochen festgestellt, dass ich in der Ehe nicht glücklich war.

Manchmal verändern sich Dinge einfach unmerklich, aber doch voller Konsequenzen.

So wie es zur Zeit aussieht, bleiben wir weiter Freunde, Kollegen, Mitbewohner und auch Kampfgenossen, was den Prozess um das Haus betrifft und auch auf allen anderen Feldern.

Kurz gesagt, wir bleiben ein Ehepaar, aber kein Liebespaar.

Euch würde ich bitten, Euch nach Möglichkeit nicht auf irgendwelche Seiten zu stellen, das Ganze ist schwer genug, ohne irgendwelche Rosenkriege und Grabenkämpfe.

Mir ist sehr daran gelegen, das Ende dieser Beziehung, genau wie die Beziehung selbst, mit Würde zu gestalten. Nicht zuletzt deshalb, damit wenigstens eine Freundschaft übrig bleiben kann.

Für die Menschen in unserem Umfeld wird sich weiter wenig ändern, Tobias ist weiter einer von zwei Chefs in der Firma und auch Besuch werde wir weiter zusammen bekommen.

Es ist eben “nur” der Teil, der uns sehr privat und persönlich betrifft, der sich geändert hat.

Würde ich sagen, ich habe es schon verarbeitet, würde ich lügen, aber zumindest werde ich aufrecht weitermachen und mich nicht gehen lassen.

Für kleine Notlügen in den letzten Wochen möchte ich mich entschuldigen, wir fanden es sinnvoll, diese heftige Veränderung erst einmal selbst zu verarbeiten, ehe wir unsere Umwelt informieren.

Ansonsten möchte ich mich bei den wenigen Freunden, mit denen ich darüber gesprochen habe, bedanken, für ihre Anteilnahme, Geduld und Herzenswärme, Ihr habt mir wirklich sehr geholfen.

Ein besonderes Dankeschön an Elvira, die sich mit mir am Telefon halbe Nächte um die Ohren geschlagen hat, Deine Freundschaft ist mir sehr wertvoll.





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